Das klassische Fernsehen

Bedeutung

Das klassische Fernsehen befindet sich insbesondere in Deutschland in einer kritischen Phase. Aufgrund einer realitätsfernen Entwicklung seiner Inhalte (gerade das öffentlich-rechtliche Fernsehen kommt seinem Bildungsauftrag in keiner Weise mehr nach), hat es sich buchstäblich sein eigenes Grab geschaufelt. Am besten konnte man diese Hilflosigkeit im Herbst 2011 im Vorabendprogramm der ARD beobachten. Was zu meinen Zeiten selbst noch Marketingstudenten in den unteren Semestern in den Ferien wieder ausgebügelt hätten, wird für die Programmverantwortlichen zur unüberwindlichen Hürde: Ein für die Zielgruppe entsprechendes TV-Programm in Auftrag zu geben. Die Zielgruppe des öffentlich-rechtlichen Fernsehens ist alt und deshalb einiges gewohnt. Aber mit debilem Schwachsinn ist den älteren Zuschauern nicht beizukommen. Dies und die Tatsache, dass wir alle älter werden und nicht ewig leben, ist das konkrete Desaster des öffentlich-rechtlichen Fernsehens: Es verschwindet irgendwann von den Bildschirmen oder verkommt zumindest relativ rasch in der Bedeutungslosigkeit.

Das Privatfernsehen ist bereits längst eine Resterampe für Trashformate und anderen Blödsinn. Wenn sich dies einmal in den Köpfen der Werbetreibenden festsetzt, dann führt auch hier die Abwärtsspirale sehr rasch in den wirtschaftlichen Niedergang.

 

Zukunft

Die Überreste des linearen Fernsehens verschwinden absehbar in den Spartenkanälen des IPTV. Die bisherigen TV-Sender werden abgewickelt und die rentablen Einheiten (Nachrichten etc.) von IPTV-Sendern wie der Deutschen Telekom übernommen. Den TV-Produzenten für fiktionales Programm bleiben kaum noch Marktanteile übrig. Die Filmförderung wird noch in den 10er Jahren eingestellt und die TV-Movies bzw. TV-Serien kommen aus Kostengründen aus dem Ausland.

 

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