US-Arbeitgeber kündigten im Mai einen massiven Stellenabbau an, während künstliche Intelligenz (KI) den Arbeitsmarkt in zunehmendem Tempo umgestaltet.
Laut einem Bericht von Challenger, Gray & Christmas strichen Unternehmen im vergangenen Monat 97.006 Stellen.
Damit war KI bereits im dritten Monat in Folge der am häufigsten genannte Grund für Entlassungen.
In Wirklichkeit ist es aber die schlechte wirtschaftliche Lage.
Diese Gesamtzahl entspricht einem Anstieg von 16 % gegenüber den im April angekündigten 83.387 Stellenstreichungen und einem leichten Zuwachs von 3 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Auf KI entfielen 38.579 dieser Kürzungen, rund 40 % der monatlichen Gesamtzahl und der höchste Wert in dieser Kategorie, seit Challenger die Erfassung im Jahr 2023 begann.
„Der Arbeitsmarkt wird in Echtzeit durch Technologie neu geformt.
KI ist mittlerweile der Hauptgrund, den Unternehmen für den Stellenabbau angeben, und die Technologiebranche ist der Sektor, der sie am häufigsten als Ursache nennt“, erklärte Andy Challenger, Experte für Arbeitsmarktfragen und Chief Revenue Officer bei Challenger, Gray & Christmas.
Der Technologiesektor verzeichnete im Mai mit 38.242 gestrichenen Stellen den größten Abbau,
Der höchste Monatswert seit August 2024.
Seit Jahresbeginn haben Technologieunternehmen 123.653 Stellenstreichungen angekündigt.
Dies entspricht einem Anstieg von 66 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2025.
Dahinter folgte der Transportsektor mit 6.909 Kürzungen im Mai, was zu einem drastischen Anstieg der Gesamtzahl für diesen Sektor im bisherigen Jahresverlauf um 449 % beitrug.
Auch die Zahl der Entlassungen infolge von Insolvenzen stieg an und erreichte im Mai 5.637, der höchste Wert seit Februar 2025.
Gleichzeitig führten Fusionen und Übernahmen in diesem Jahr zu deutlich mehr Stellenstreichungen.
Ihre Zahl erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um mehr als das Sechsfache.
„KI hat noch nicht zu der ‚Job-Apokalypse‘ geführt, die manche vorhergesagt hatten“, merkte Challenger an.
„Die offene Frage ist nicht, ob KI die Arbeitswelt verändert, sondern wie schnell das geschieht.“